Datenschutzerklärung

Stand: 23. Oktober 2019

Verantwortlicher

Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten auf dieser Website ist die Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H., Jakob Haringer Straße 5/3, 5020 Salzburg, info@salzburgresearch.at, 0662/2288-0.

Datenerfassung Floating Car Data

Das Projekt FCD Modellregion Salzburg ist als österreichisches Modellprojekt für die Erhebung von Verkehrsflussdaten konzipiert. Aufgrund des Modellcharakters des Projekts wird ein besonderes Augenmerk auf den Datenschutz gelegt. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, ausschließlich anonymisierte Daten zu verarbeiten, d.h. die Daten werden anonym erhoben bzw. vor deren Verarbeitung und Speicherung vollständig anonymisiert, sodass weder ein Rückschluss auf Personen noch ein Rückschluss auf Fahrzeuge möglich ist. Um dieses Ziel zu erreichen wurden umfangreiche Maßnahmen zum Datenschutz getroffen, die sich an der vom Bundesministerium für Verkehr, Technologie und Innovation veröffentlichten Studie Leitfaden für den Datenschutz im Verkehrswesen und in der Mobilitätsforschung orientieren.

Welche Daten werden erfasst?

In der FCD Modellregion Salzburg erfolgt eine Aufzeichnung von GPS Bewegungsdaten von Fahrzeugen zum Zwecke der Verkehrslageermittlung und Analyse des Verkehrsflusses im Bundesland Salzburg und angrenzenden Regionen. Die GPS Bewegungsdaten sind dadurch charakterisiert, dass sie in regelmäßigen Abständen (die Abtastrate kann zwischen einer Sekunde und 30 Sekunden variieren) von GPS-Modulen in Fahrzeugen oder in Smartphones aufgezeichnet werden. Folgende Parameter werden dabei erfasst:

  • GPS-Position (WGS84-Koordinaten mit mind. 6 Nachkommastellen
  • Datum und Uhrzeit (aus GPS-Modul, auf Millisekunden genau
  • Höhe (in Metern über dem Meer)
  • Qualitätsparameter des GPS-Signals HDOP, VDOP
  • Anzahl der Satelliten, die zur Positionsbestimmung verwendet wurden

Wie werden die Daten anonymisiert?

Die gesamte Datenverarbeitung in der FCD Modellregion Salzburg richtet sich nach dem vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie veröffentlichten Leitfaden für den Datenschutz im Verkehrswesen und in der Mobilitätsforschung sowie folgenden Rechtsordnungen:

  • Österreichisches Datenschutzgesetz (DSG 2000)
  • EU-RL 95/58/EG in der Fassung vom 31.10.2003

Bei Anwendung dieser Rechtordnungen gelten folgende Grundsätze für die Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von GPS Daten:

  • GPS Daten sind grundsätzlich als personenbezogene Daten einzustufen, da sie das Verhalten einer Person beschreiben (Anwesenheit an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit, Leitfaden Datenschutz S. 35 und S. 36)
  • Privacy-by-Design: Vermeidung von personenbezogenen und sensiblen Daten
  • Anonymisierung: Anonymisierte Daten sind nicht mehr auf Personen rückführbar

Auf Basis dieser Grundsätze wurden folgende Maßnahmen für die Erfassung, Verarbeitung und Speicherung von GPS Daten in der FCD Modellregion Salzburg getroffen:

  • Sämtliche erfassten GPS Daten liefern keinen Rückschluss auf Personen oder Fahrzeuge, von denen sie erfasst worden sind.
  • Es werden keine Attribute erfasst, die direkt auf die Identität von Personen schließen lassen würden (z.B. Namen, Fahrzeugkennzeichen oder Identifikationsnummern).
  • Vor der Speicherung bzw. Verarbeitung der Daten im FCD-System der Salzburg Research Forschungsgesellschaft wird die eindeutige Identifikationsnummer des FCD-Geräts entfernt und durch eine zufällig generierte Identifikationsnummer je Fahrt ersetzt. Diese zufällige Identifikationsnummer ist nicht auf die Identifikationsnummer des FCD-Geräts rückführbar. D.h. nach Eingang der Daten wird sichergestellt, dass nicht mehr festgestellt werden kann, welche Fahrt von welchem FCD-Gerät aufgezeichnet wurde.
  • Eine Fahrt beginnt mit der Stromversorgung des FCD-Geräts und endet mit der Unterbrechung der Stromversorgung des FCD-Geräts. Bei Stillständen des Fahrzeugs von mehr als 3 Minuten wird eine neue Fahrt begonnen. Jede Fahrt bekommt eine zufällige Identifikationsnummer.
  • Bei der Erfassung von Daten am Smartphone sind weder das Smartphone noch die Person bekannt. Die Nutzer entscheiden selbst durch Aktivierung der App, wann Daten aufgezeichnet und an das FCD-System der Salzburg Research Forschungsgesellschaft gesendet werden. Für jede Fahrt wird eine zufällige Identifikationsnummer vergeben. Die Fahrt beginnt mit dem Start der App und endet mit dem Beenden der App. Bei Stillständen von mehr als 3 Minuten wird ebenfalls eine neue Fahrt begonnen. Es ist technisch ausgeschlossen, dass aus den Daten ein direkter Personenbezug hergestellt werden kann.
  • Um die indirekte Identifikation von Personen (z.B. über die Verknüpfung mit Adressdaten oder anderen Datenquellen) zu vermeiden, werden die aufgezeichneten Fahrten zu Beginn und Ende gekürzt. Das angewandte Verfahren zur Kürzung orientiert sich an den Empfehlungen, die im Leitfaden Leitfaden für den Datenschutz im Verkehrswesen und in der Mobilitätsforschung vorgeschlagen werden. Um die Anonymität der Daten in unterschiedlich dicht besiedelten Gebieten zu gewährleisten, wird die Länge der Kürzung anhand des zugrunde liegenden Straßennetzes ermittelt. Das Anonymisierungsverfahren kürzt die Fahrt am Beginn und Ende so lange, bis ausreichend viele Kreuzungen im Straßennetz passiert wurden. Dem Verfahren liegt die Annahme zugrunde, dass jede Kreuzung im öffentlich befahrbaren Straßennetz zu zumindest einer Adresse führt. Möchte man eine anonymisierte Fahrt rekonstruieren, erhöht sich mit jeder Kreuzung die Anzahl der potentiellen Adressen, an denen eine Fahrt begonnen oder beendet worden sein könnte. Dadurch, dass die Dichte des Straßennetzes und der Kreuzungen durch die Besiedelung bestimmt wird, kann durch das Verfahren sichergestellt werden, dass die Fahrten in weniger dicht besiedeltem Gebiet wesentlich stärker gekürzt werden als in dicht verbautem Gebiet. Die gekürzten Teile einer Fahrt werden vor der Speicherung bzw. Verarbeitung der Daten verworfen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass auch durch die Verschneidung der GPS-Daten mit Adressdaten kein indirekter Personenbezug hergestellt werden kann.

Zu welchem Zweck werden die Daten erfasst?

Der Verwendungszweck der GPS Daten ist folgendermaßen definiert:

  • Nutzung der anonymisierten Daten für die Berechnung einer Echtzeit-Verkehrslage sowie einer Prognose-Verkehrslage für das Bundesland Salzburg.
  • Nutzung der anonymisierten Daten um den Abdeckungsgrad von Flotten des Verkehrsnetzes zu unterschiedlichen Tageszeiten zu ermitteln.
  • Nutzung der anonymisierten Daten für die Analyse des Verkehrsflusses auf ausgewählten Straßenabschnitten und für unterschiedliche Zeiträume.
  • Nutzung der anonymisierten Daten für den Vergleich von Bewegungscharakteristika zwischen verschiedenen Flotten (z.B. öffentlicher Verkehr vs. Individualverkehr)
  • Nutzung der anonymisierten Daten für die Beantwortung von Forschungsfragen in Zusammenhang mit der Erkennung von wiederkehrenden Bewegungsmustern (z.B. Stop-and-Go Verkehr, flüssiger Verkehr, Wartezeiten vor Lichtsignalanlagen)
  • Nutzung der anonymisierten Daten zur Untersuchung der Wirksamkeit von Verkehrssteuerungsmaßnahmen (z.B. ob Änderungen in den Schaltzeiten von Lichtsignalanlagen Auswirkungen auf den Verkehrsfluss haben)
  • Nutzung der anonymisierten Daten zur Auswertung von Zeitreihen zum Verkehrsfluss (z.B. ob sich die Verkehrsqualität über die Zeit verändert)
  • Nutzung der anonymisierten Daten zur Analyse von Umgebungsbedingungen auf das Verkehrsgeschehen (z.B. Außentemperatur, Wettereinflüsse)
  • Nutzung der anonymisierten Daten zur Berechnung von Schadstoffemissionen bzw. zur Analyse von sicherheitsrelevanten Verkehrsflusssituationen

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